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Cyberangriff im Handwerksbetrieb: Was eine Cyberversicherung wirklich leistet

Rainer EpbinderInhaber · Versicherungsmakler · 2 Min. Lesezeit

Montagmorgen, 7:30 Uhr. Die Bürokraft eines Tischlereibetriebs öffnet eine E-Mail mit einer vermeintlichen Lieferantenrechnung. Eine halbe Stunde später sind Server und Laptops verschlüsselt, auf dem Bildschirm steht eine Lösegeldforderung. Angebote, Aufmaße, Kundendaten – alles weg. So oder ähnlich erleben es jedes Jahr viele kleine Betriebe. Angreifer suchen sich nicht die Großen aus, sondern die, bei denen es leicht geht.

Was jetzt Geld kostet

Der eigentliche Schaden ist selten das Lösegeld. Teuer wird es durch alles, was danach kommt:

  • IT-Forensik: Spezialisten finden heraus, wie die Angreifer hereingekommen sind und ob sie noch im System sind.
  • Wiederherstellung: Daten und Systeme neu aufsetzen – oft tagelange Arbeit.
  • Betriebsunterbrechung: Keine Rechnungen, keine Termine, keine Aufträge – der Umsatz fällt aus, die Kosten laufen weiter.
  • Datenschutz: Sind Kundendaten betroffen, müssen Sie das in der Regel innerhalb von 72 Stunden der Datenschutzbehörde melden – und Betroffene gegebenenfalls informieren.
  • Ansprüche Dritter: Kunden oder Geschäftspartner, deren Daten abgeflossen sind, können Schadenersatz verlangen.

Was eine gute Cyberversicherung übernimmt

Eine Cyberversicherung verbindet zwei Dinge: Soforthilfe und Geld. Über eine Notfall-Hotline stehen rund um die Uhr IT-Experten, Datenschutzjuristen und Krisenberater bereit. Gleichzeitig zahlt sie – je nach Vertrag – die Kosten für Forensik und Wiederherstellung, den Ertragsausfall während der Unterbrechung und berechtigte Ansprüche Dritter. Unberechtigte Ansprüche wehrt sie ab.

Wichtig zu wissen: Die Betriebshaftpflicht deckt solche Schäden meist gar nicht oder nur sehr begrenzt ab. Und die eigenen Kosten – etwa für die Wiederherstellung Ihrer Daten – sind dort grundsätzlich nicht versichert.

Worauf Versicherer heute achten

Viele Versicherer erwarten einen Grundschutz: regelmäßige Datensicherungen, die vom Netzwerk getrennt aufbewahrt werden, aktuelle Updates, Virenschutz und – immer häufiger – eine Zwei-Faktor-Anmeldung für E-Mail und Fernzugriff. Das ist kein Hexenwerk und schützt Sie ohnehin. Wir schauen uns gemeinsam an, was bei Ihnen schon vorhanden ist, und suchen den Versicherer, dessen Anforderungen zu Ihrem Betrieb passen.

Mein Tipp: Prüfen Sie heute, wann Ihre letzte Datensicherung war – und ob Sie sie im Ernstfall wirklich zurückspielen können. Und wenn Sie wissen möchten, was eine Cyberversicherung für Ihren Betrieb kosten würde: Rufen Sie mich an.

Rainer EpbinderInhaber · Versicherungsmakler · 2 Min. Lesezeit

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